2/19/2016

Die Welt ist so groß wie ich sie mache



Ich bin glücklich.
Wegen dieser einen Sache, die ich ruhig öfter tun könnte und die mich ziemlich zuverlässig jedes  Mal aufs Neue glücklich macht. Ich habe mir ein kleines Bisschen den Boden unter den Füßen weggezogen und mich dem Gefühl ausgesetzt einsam und alleine auf der Welt zu sein. Nur für zwei Wochen, aber trotzdem. Zwei Wochen in Berlin, ohne Anker (fast ohne..) mit so viel füllbarem Freiraum, dass es einen auch erschlagen könnte, wenn man nicht vorsichtig in einer Ecke anfängt ihn zu nutzen. Wie Beppo Straßenkehrer, ganz langsam, einen Schritt nach dem anderen.

Irgendwann kam der Punkt, an dem ich richtig beobachten konnte, wie ich mich jeden Tag wohler in meinem Freiraum fühlte. Anfing mich auszubreiten, hier ein bisschen Kram ablegte, dort ein bisschen Zeit verbrachte. Kompfortzonenvergrößerungsprozess nennt man sowas wohl.

Und jetzt, am Ende der zwei Wochen, bekomme ich kleine Falten auf der Stirn bei dem Gedanken diesen Freiraum wieder zu verlassen. Ich frage mich wo ich hingehöre, wie bei der Rückkehr von einer Reise an einen schönen Ort.

Ich hoffe nur, dass ich mich daran erinnern kann, dass es diesen Freiraum dort gibt. Das er auf mich wartet bis ich wiederkomme und ich ihn dann nutzen kann. Nur ein kleines Bisschen Mut braucht es wohl.


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