3/25/2015

Warrnambool

In dem Haus eines Künstlers zu wohnen ist eine sehr inspirierende Sache. Sich Künstlergedankengut anzueignen und von Bildern und Skulpturen umgeben zu sein. Einer der großen immer-wieder-anknüpf-Punkte ist Religion und verschiedene Experimente dazu. Gemalte Bilder von bekannten Fußballern oder Starwars Figuren, die aussehen, als handelte es sich um eine alte Religion, einen Kult. Darüber, dass Gareth erwähnt, dass es irgendwann in der Zukunft doch auch Menschen geben könnte, die Darth Vader anbeten, muss ich lachen. Aber warum nicht?


Surfen kann einen ziemlich mutig machen. Gerade weil ich in Australien eine neu erworbene Angst vor Wellen habe, die ich vorher noch nie kannte. Als hätte ich schon mal gewusst, wie man unter ihnen hindurch taucht ohne sich umwerfen zu lassen und es dann verlernt. Jetzt sind Wellen manchmal wie Raubtiere aus dem Meer, die nur mit einem spielen wollen und dabei Nase und Ohren mit Salzwasser füllen. Körper vom Boden reißen und umher wirbeln können um sich kurz darauf schuldbewusst wieder zurück zu ziehen. Mit dem Surfen beginnen hat nichts mit Wellenreiten zu tun, sondern vielmehr damit, sich selbst nicht zu verlieren vor lauter wogenden Schaumkronen. Und wenn man das geschafft hat, wagt man einen Versuch, die Kraft des Wassers für sich zu nutzen. Vielleicht wären niedrige Wellen die geeigneteren für den Anfang. Aber man kann sich nicht aussuchen, in welcher Stimmung das Meer ist.



Im Moment gibt es keine Arbeit auf dem Kartoffelacker mehr für uns. "Keine Trucks, die die Ernte abholen. Vielleicht Montag welche" sagt der Bauer, der uns immer noch nicht bezahlt hat. Auf unserem Konto haben wir noch 21 Dollar. Wenn wir uns auf die Arbeit am Montag verlassen könnten, oder wenigstens darauf bezahlt zu werden. Aber so scheint das nicht zu laufen. Morgen wollen wir anfangen, die Great Ocean Road entlang zu fahren und wiederkommen, wenn wir gebraucht werden, in der Hoffnung, dass das Warten auf den Job sich dann nicht mehr wie warten anfühlt.

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