1/24/2015

Autoschiff

Wenn unser weißes Auto für eine lange Zeit das Einzige ist, was über die Straßen ruckelt, dann gewöhnt man sich an das leichte Schwanken zu beiden Seiten. Man fängt an sich zu wundern, ob es den Australiern nicht möglich ist, eine einzige, ebene Straße zu bauen, oder ob es vielleicht etwas anderes ist, was im Argen liegt. Aber wie das auf langen Autofahrten so ist, kommt der Gedanke, bleibt kurz und verschwindet dann wieder, um einem anderen Platz zu machen. Und schließlich fängt man an, sich wohl zu fühlen und denkt an manchen Ampeln, an denen man schwankend zum Stehen kommt: "Naja, ein bisschen ist es auch wie in einem Schiff zu sitzen.. und das ist doch wahrlich nicht das schlechteste Gefühl".

Zum Glück entschließt man sich nach ein paar Tagen schließlich, doch in eine Werkstatt zu fahren, um dort dann darauf hingewiesen zu werden, dass sich der rechte Hinterreifen an ein paar Stellen ballonförmig nach Außen wölbt. Das innere Drahtgeflecht ist gebrochen und an manchen Stellen ist dadurch kaum noch Profil auf dem Reifen. Gut, das der noch nicht geplatzt ist und mal gucken, in welchem der nächsten Momente er das wohl tut. So schön das Leben im Autoschiff auch war, irgendwann hat alles ein Ende. Wir tauschen also den rechten Hinterreifen gegen unser Ersatzrad aus und schreiben "neues Ersatzrad kaufen" mit auf unsere Liste.


professioneller Reifenwechsel


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